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Seit Juli 2019: Günstiger Telefonieren ins EU-Ausland

Freunde des Telefonierens dürfen sich freuen. Denn nachdem die Roaminggebühren im Sommer 2017 bereits abgeschafft wurden, wird jetzt auch das Telefonieren ins EU-Ausland deutlich günstiger.

Roaming Gebühren waren Zusatzkosten, die in einem ausländischen Mobilfunknetz entstanden sind, sobald ein Handy darin eine Verbindung hergestellt hat. Seit dem Verbot können Verbraucher im EU-Ausland zum gleichen Tarif wie im Inland telefonieren, mobiles Internet nutzen und SMS verschicken.

Doch unberührt blieben zunächst die Extrakosten, die bei Anrufen und SMS an ausländische Telefonnummern innerhalb der EU angefallen sind. Diese Gebühren waren stark abhängig von Anbieter, Tarif und Netz des Anrufers und konnten stark variieren. Eine Untersuchung der EU-Kommission hatte gezeigt, dass ein dreiminütiger Anruf einer deutschen Handynummer ins EU-Ausland durchschnittlich mehr als achtmal so viel kostet wie ein Inlandsgespräch.

Diese Preise wurden jetzt durch einen Beschluss des EU-Parlaments reguliert. Seit dem 15. Mai 2019 dürfen Telefongespräche höchstens 19 Cent pro Minute kosten. Ganz unabhängig davon, ob man auf Festnetz oder Mobilfunknetz telefoniert. Auch die Kosten pro SMS gehen deutlich runter. Nur noch 6 Cent darf eine SMS pro 160 Zeichen kosten. Dies gilt zunächst jedoch nur bei Verträgen bei denen Anrufe pro Minute abgerechnet werden. Bei etwa Flatrates haben die Anbieter noch bis 15. Juli 2019 Zeit dementsprechend umzustellen.

Diese neue Regelung gilt in allen EU-Ländern. Für die Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein gelten diese Regeln vorerst noch nicht. Nach dem Brexit könnten auch bei Telefonaten nach Großbritannien extra Gebühren anfallen.

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