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Feuchte Wände: Ursachen und was Sie dagegen tun können


Feuchte Wände: Ursachen und was Sie dagegen tun können

Zu den schlimmsten Problemen, die in einem Gebäude auftreten können, gehören feuchte Wände. Wasser, das ins Mauerwerk eindringt, verursacht nicht nur Schäden am Bauwerk, sondern hat auch Folgen für Ihre Gesundheit. Länger anhaltende Feuchtigkeit hat beinahe unausweichlich Schimmel zur Folge. Dass der ernste gesundheitliche Schäden hervorrufen kann, ist allgemein bekannt. Im Extremfall kann er sogar dazu führen, dass ein Gebäude oder Teile davon unbewohnbar werden. Damit es erst gar nicht so weit kommt, müssen Sie rechtzeitig Maßnahmen gegen die Feuchtigkeit im Mauerwerk ergreifen. Der erste Schritt in diesem Prozess ist die Ermittlung der Ursachen.

Mögliche Ursachen für feuchte Wände

Es gibt viele Wege, auf denen Feuchtigkeit ins Mauerwerk kommen kann. Zu den häufigsten Ursachen gehören:

Fehler beim Lüften, Heizen und Trocknen

Viele Menschen machen aus Unkenntnis Fehler, wodurch Nässe in die Wände eindringen kann.

Zu den häufigsten Fehlern gehören:

  • Falsches Lüften
    Es wird zu wenig gelüftet oder die Fenster nur gekippt. Dadurch wird die feuchte Raumluft nicht ins Freie geleitet. Besser ist mehrmals tägliches Stoßlüften (für 5 – 10 Minuten die Fenster weit öffnen).
  • Falsches Heizen
    Aus Sparsamkeit wird nicht genug geheizt. An den kalten Wänden kondensiert die Luftfeuchtigkeit. Das Wasser zieht in die Wände ein.
  • Technische Defekte
    Geräte wie Waschmaschinen, Trockner oder Klimaanlagen können unentdeckte Lecks haben und Wasser abgeben. Manchmal leckt auch der Abfluss unter einer Duschwanne oder Einbaubadewanne.

Aus Gründen der Energieeinsparung werden Gebäude immer besser gedämmt. Das bedeutet, der Luftaustausch reduziert sich. Fehler beim Heizen und Lüften verursachen deshalb immer häufiger feuchte Wände.

Baumängel

Diese Ursache für feuchte Wände ist häufig durch Laien nur schwer zu ermitteln. Es ist möglich, dass Sie einen Sachverständigen einschalten müssen.

Zu den Baumängeln, die am häufigsten für Nässe in den Wänden verantwortlich sind gehören:

  • Fehlerhafte Balkonabdichtung
  • Risse im Mauerwerk
  • Schäden im Dach
  • aufsteigende Bodenfeuchtigkeit durch eine fehlende oder beschädigte Horizontalsperre
  • Sickerwasser, das in den Keller eindringt
  • undichte Wasserrohre
    Mitunter leckt ein Rohr über längere Zeit unentdeckt. Dadurch können große Mengen Wasser in die Wände gelangen. Die Gefahr besteht sowohl bei Frischwasser- als auch Abwasserleitungen.
  • Wärmebrücken
    Das sind Stellen im Bauwerk, die viel Wärme ausstrahlen weil sie schlecht oder gar nicht gedämmt sind. Dadurch sind sie kälter als der Rest der Wand. An den Wärmebrücken kondensiert die Luftfeuchtigkeit. Das Wasser gelangt ins Mauerwerk. Typische Beispiele für Wärmebrücken sind unter anderem Rolllädenkästen, Heizkörpernischen, Fensterrahmen und -stürze oder undichte Fenster.

Woran Sie feuchte Wände erkennen

Das erste Warnsignal ist ein muffig-erdiger Geruch. Auch ständig beschlagene Fenster zeigen an, dass es ein Problem mit Nässe gibt.

Tapeten können sich an den Ecken lösen oder sogar ganz abfallen. An gestrichenen Wänden oder der Decke sehen Sie die typischen Stockflecken. Putz kann abplatzen. Im Extremfall beginnt das Mauerwerk selbst zu bröckeln.

Untrügliches Anzeichen sind schwarze, braune, rötliche oder gelbe Flecken, die an einigen Stellen auftreten. Dabei handelt es sich um Schimmel, ein Zeichen, dass Sie unbedingt etwas unternehmen müssen!

Tipp: Mit einem Feuchtigkeitsmesser können Sie die Feuchtigkeit in den Wänden messen. Sie können sich das Messgerät für ein paar Euro pro Tag online ausleihen.

Maßnahmen gegen feuchte Wände

Zunächst einmal müssen Sie die Ursache ermitteln, weil Sie nur dann gezielt gegen die Feuchtigkeit vorgehen können. Versuchen Sie als allererstes Fehler beim Heizen oder Lüften zu korrigieren.

Wenn Sie zur Miete wohnen, informieren Sie den Vermieter über das Problem. Erledigen Sie das am besten schriftlich und belegen Sie Ihre Aussage mit Fotos und Messwerten. Setzen Sie dem Vermieter eine angemessene Frist zur Beseitigung der Mängel. Bevor Sie eine Mietminderung anwenden, sollten Sie sich bei einem Anwalt oder einer Mieterschutzorganisation beraten lassen.

Wenn Sie der Eigentümer der Immobilie sind, gehen Sie auf die Suche nach der Ursache. Die Lage des Wasserschadens kann oft schon Aufschlüsse geben. Bei mehrstöckigen Gebäuden kann die Ursache für feuchte Wände manchmal in der Etage darüber liegen, wenn der Abfluss der Einbaubadewanne undicht geworden ist. Es kann hilfreich sein, wenn Sie den Bauplan zu Rate ziehen.

Das Problem selbst lösen oder Fachleute damit beauftragen?

Das hängt davon ab, wie groß der Schaden bereits ist, welche Ursache dafür verantwortlich ist und wie groß Ihre handwerklichen Fertigkeiten sind. Wenn Sie die Ursachen für feuchte Wände gefunden haben und Sie sicher sind, dass Sie den Schaden reparieren können, ist das natürlich die günstigste Variante. Manchmal genügt es beispielsweise, ein paar Silikonfugen nachzuziehen, um das Eindringen von Wasser zu stoppen. Nicht immer ist es jedoch so einfach.

Bei Baumängeln kommt es immer wieder vor, dass Sie einen Sachverständigen beauftragen müssen, um die Ursache zu finden. Die Beseitigung übersteigt dann nicht selten die Möglichkeiten eines Heimwerkers. In diesem Fall ist es auf lange Sicht besser, Handwerker mit der Beseitigung der Schäden zu beauftragen, anstatt aus Sparsamkeit laienhafte Reparaturversuche zu unternehmen.  Wenn die Ursache für feuchte Wände nicht beseitigt wird, weitet er sich immer mehr aus. Je länger Sie warten oder einen Reparaturversuch nach dem anderen unternehmen, um so höher steigen die Kosten für die Sanierung.

Rechtzeitiges Handeln spart bares Geld.

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