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E-Bike-Tuning: Wird es bald verhindert?

Elektro-Fahrräder werden immer populärer. Ob als Sportgerät oder Alltagsfahrzeug vor allem beliebt sind die „langsamen“ Varianten, die eine Geschwindigkeit bis 25 km/h erreichen können. Sie haben sich als Verkehrsmittel etabliert, denn sie sind schneller als herkömmliche Fahrräder und einfacher zu fahren.

Jedes 3. E-Bike ist manipuliert

Diese Pedelecs gelten als Fahrräder und man braucht als Fahrer weder einen Führerschein noch eine Versicherung. Allerdings sind sie so manchem zu langsam, denn immer öfter werden sie manipuliert, um noch schneller unterwegs zu sein.

E-Bike Tuning ist populär jedes dritte Pedelec soll mittlerweile manipuliert sein. Diese Praxis ist zwar illegal, aber bis dato sehr einfach. Denn der Verkauf von Tuning-Sets ist legal so lange vermerkt wird, dass das Rad nicht mehr im Straßenverkehr gefahren werden darf. Mit so einem Set kann bislang jeder der ein geschicktes Händchen besitzt, sein Fahrrad schneller machen. Offiziell sind aber schnellere E-Bikes, die bis zu 45 km/h fahren können, Kraftfahrzeuge, die nur mit einer speziellen Haftpflichtversicherung, Führerschein und Helm gefahren werden dürfen.

Hersteller sollen der Softwaremanipulation entgegenwirken

Dennoch fahren viele Geräte im Straßenverkehr statt der erlaubten 25 km/h viel schneller – und zwar ohne Führerschein und Versicherung. Doch seit Mai 2019 ist eine technische Norm in Kraft getreten, welche die Hersteller stärker zur Verantwortung zieht und verpflichtet eine Tuning-Erkennung in ihre neuen Räder einzubauen. So soll eine Softwaremanipulation nicht mehr so einfach möglich sein, da sie den Zugriff auf die relevanten Bauteile verwehrt.

Hierbei geht es um die Norm DIN EN 15194, die technische Standards vorgibt, damit E-Bikes den Maschinenrichtlinien des europäischen Markes entsprechen. Diese Norm gibt es zwar schon seit dem Jahr 2007,  jedoch wurde sie bis jetzt von den Herstellern nicht erfolgreich umgesetzt, denn sie besagt, dass die E-Bikes oder „Pedelecs“ manipulationssicher sein müssen. Mit der Neuformulierung, die explizit auf die Manipulationssicherheit der Räder hinweist, sollen die Hersteller erneut an ihre Pflichten erinnert werden.

Ein getuntes Fahrrad ist nicht versichert

Denn ein getuntes Fahrrad ist für den Straßenverkehr eine Gefährdung. Mitunter erreichen solche Pedelecs Geschwindigkeiten bis zu 75 km/h. Kommt es bei so einem Fahrzeug zu einem Unfall kann es für den Fahrer – neben körperlichen Schäden – sehr unangenehm werden. Denn durch die Manipulation verliert der Besitzer jegliche Sachmängelhaftung und mitunter ist es Fahren ohne Führerschein und ohne Versicherungsschutz. Doch selbst wenn die Hersteller die Richtlinien umsetzen, kann das nur verhindern, dass neue E-Bikes nicht getunt werden. Es fahren weiterhin viel zu viele manipulierte Pedelecs illegal auf den Straßen.

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